GIN Vereinsgeschichte
 

Wie GIN entstand und sich entwickelte.

Entstehung von GIN

Bis es zur Gründung des Vereins GIN kam, gab es eine über 7-jährige Vorgeschichte, die eng im Zusammenhang mit der Wiener Psychiatriereform und der Veränderung der Betreuungskonzepte für behinderte Menschen steht.

1984 wurde das ehemalige Kinderhaus der Psychiatrie, das durchaus als "Schlangengrube" zu bezeichnen war, aus dem Verband des Psychiatrischen Krankenhauses Baumgartner Höhe ausgegliedert und als eigenständige pädagogische Einrichtung unter dem Titel "Förderpflegeheim Baumgartner Höhe" weitergeführt. Erklärtes Ziel des neu ernannten Leiters dieser Einrichtung und jetzigen Obmanns des Vereins GIN war es, die dort lebenden Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit schweren geistigen Behinderungen und vor allen auch massiven sozialen Anpassungsstörungen aufgrund ihrer tragischen Vorgeschichte, in gemeinwesen-integrierte Wohnformen überzuführen.

Dieses Ziel stieß damals in Fachkreisen in Wien auf größtes Unverständnis und es war das Kuratorium für psychosoziale Dienste (PSD) Wien, das sich bereit erklärte, eine Wohngemeinschaft mit dieser Zielgruppe als Pilotprojekt für Wien zu führen und in der Folge auch ambulant betreute Wohnplätze zu ermöglichen.
Da es damals auch keine adäquaten tagstrukturierenden Betreuungsplätze für diese Zielgruppe gab, wurde, ebenfalls im Rahmen des PSD, parallel eine kleine BT-Gruppe (Beschäftigungstherapie) in 1050 Wien, Rüdigergasse gegründet.

Im Zuge der Neukonzeption der Begleitung behinderter Menschen in Wien, woran sicher auch das Pilotprojekt in der Fuchsthallergasse seinen Anteil hatte, und der damit verbundenen Gründung der ARGE Wohnplätze für behinderte Menschen, entschied sich der PSD, das Pilotprojekt Anfang 1992 zu beenden und die daran Beteiligten zur Gründung eines Vereins, der dann auch in die ARGE Wohnplätze aufgenommen wurde, aufzufordern.

Der Verein GIN wurde also 1992, von den beiden jetzigen Geschäftsführern Dr. Mirko Nalis und DBP Ferdinand Stingeder, Frau Mag. Martina Knopp (Obmann Stellvertreterin) sowie einigen anderen Mitarbeitern, Freunden und Unterstützern der damaligen PSD Wohngemeinschaft Fuchsthallergasse, gegründet.

Die, in den sogenannten Außenwohnungen und in der Wohngemeinschaft (WG) Billrothstraße, betreuten Personen wurden durch den Bereich Persönliche Assistenz des Vereins GIN übernommen.
Aus der WG Fuchsthallergasse wurde die erste vollbetreute Wohngemeinschaft des Vereins, die WG Schulgasse (später Taborstraße und jetzt Greiseneckergasse).
Die, von der Lebenshilfe Wien aufgelöste, Gartengruppe 19 wurde zur ALM, der ersten (und landschaftlich schönsten) Beschäftigungstherapie-Einrichtung von GIN.
Aus der BT Rüdigergasse wurde im Jahr 1993 die BT Schützplatz.

Die weitere Entwicklung des Vereins ist aus der Wachstumstabelle zu entnehmen,
in welcher die Gründungsdaten der Folgeeinrichtungen aufgelistet sind.

Wachstum von GIN
1992 Gründung des Verein GIN
Die sogenannten Außenwohnungen sowie die WG Billrothstraße wurden durch die Einzelwohnplätze (später WVB 1) der Persönliche Assistenz des Verein GIN übernommen. Aus der WG Fuchsthallergasse wurde die erste vollbetreute Wohngemeinschaft des Verein GIN, die WG Schulgasse
1993 Februar BT Alm am Hang des Leopoldsbergs, über dem Kahlenbergerdorf
Oktober BT Schützplatz geht aus der BT Rüdigergasse hervor
Oktober TEMA
1994 Oktober Zentrale (Verwaltung) Wichtelgasse
November BT Wichtelgasse
1995 Februar WG Jagdschlossgasse
April KOMM (Kommunikationszentrum)
1996 Februar Gärtnerhof
Oktober WG Wulzendorferstraße
1997 September Standort Possingergasse für den WVB 1
Dezember WG Rodaunerstraße
Dezember WG Anzbachgasse
1998 April WG Hirschfeldweg
Oktober BT Breitenfurterstraße
1999 Mai WVB 16
Oktober WVB 5
Dezember WVB 18 (seit 9/2003 WVB 6)
2000 März WG Schulgasse übersiedelt - wird zur WG Taborstraße
März WG Krottenbachstraße
Mai Urlaubsbauernhof Unterlembach (NÖ) bis 2002
Juni WG Laimäckergasse und Seniorentagesstätte Laimäckergasse
2001 März WG Linzerstraße
Juni WG Grosserweg
August WVB 13 (seit 9/2003 WVB 3)
September BT Arndtstraße
2002 April Urlaubsgasthof Schützenberg (NÖ)
Mai BT Wichtelgasse übersiedelt - wird zur BT Roterdstraße
Juli WVB Wien West (seit 9/2003 WVB 4)
Juli WVB 16 übersiedelt in die Wichtelgasse
2003 Juni BT Schützplatz übersiedelt in die Tokiostraße 1
September WVB 2,  Possingergasse wird zur Zentrale von WVB 1 - 6
Oktober WG Taborstraße übersiedelt - wird zur WG Greiseneckergasse
2005 Juni WG Jandagasse
2006 April Eröffnung von TEMA 2 (Trennung von Büro TEMA 1 und Werkstätte)
2007 März Vergrößerung derZentrale Wichtelgasse
Mai Mobilitätsunterstützung (MobU)
Oktober Erweiterung der BT Breitenfurterstraße)
Oktober Jagdschlossgasse übersiedelt in die Kaiserebersdorfer Straße
2008 Oktober WG und Erlebniswerkstatt Anton-Sattler-Gasse
2009 Mai Übersiedlung der Zentrale in die Dresdner Straße
Juli Eröffnung Urlaubsobjekt Tauchen
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